Die Erfolgsfaktoren des IfB Modells:
Das Teilzeitrentenmodell ist dann umsetzbar und attraktiv, wenn
• Ab 60 die „volle (Teil)Rente“ ohne Abschläge ausgezahlt wird und bei Vollrentenbezug zur Hälfte gekürzt wird,
• die Rentenbeiträge durch die Arbeitgeber auf der Grundlage des bisherigen Vollzeitentgelts bis zu 90% aufgestockt werden,
• die Aufstockung durch die Arbeitgeber mit gemeinnütziger Tätigkeit der Teil- RentnerInnen verknüpft wird, das Einkommen des Teilrentners über den steuerlichen Freibetrag für gemeinnützige Tätigkeiten in einem Gesamtvolumen über die Teilrentenbezugszeitraum von durchschnittlich 5 Std. /Woche aufgestockt wird,
• die erhöhten Zuschüsse der Arbeitgeber für die Rentenversicherung steuerlich freigestellt sind,
• die Aufstockung durch die Arbeitgeber öffentlich gefördert wird, wenn Jüngere eingestellt werden,
• die zeitnahe Umsetzung ab Juli 2009 möglich ist,
• sich die Unternehmen freiwillig finanziell beteiligen,
• unternehmensspezifische Differenzierungen möglich sind (Schichtmodelle,
Tätigkeitsbereiche usw. )
• die Anteile der Altersteilzeitler insgesamt den Betrieb nicht überfordern (5%)
• die Unternehmen die Personalentwicklung Älterer mit der Förderung der gemeinnützigen Arbeit als Wettbewerbsvorteil nutzen.
Forderungen
Die Forderungen für die Umsetzung des Modells adressieren sich an den Gesetzgeber, um die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung des fgA Modellprojektes zu sichern.
1) Die vorhandenen Regelungen zum jetzigen Altersteilzeitgesetz sind beizubehalten und die Umsetzung der förderlichen gesetzlichen Bedingungen ist voran zu bringen.
2) die Zuverdienstgrenzen für die TeilrentenbezieherInnen sind zu erhöhen
3) Die Aufstockung der Teilrente auf Basis der vollen Rente ohne Abschläge ist von der Steuer freizustellen, wenn die Teil-Beschäftigten durchschnittlich über die Laufzeit des Teilrentenbezugs durchschnittlich 5 Std. in der Woche gemeinnützig tätig sind.
4) Das fgA Modell soll praktisch handhabbar und einfach umgesetzt werden.
Das Modell der flexiblen gemeinnützigen Altersteilzeit ist ein Beitrag der Unternehmen, die Attraktivität von gemeinnützigem und sozialem Engagement zu stärken. Durch die Personalentwicklung Älterer wird die Beschäftigungsfähigkeit gestärkt und neue Übergänge geschaffen. Das Modell wird von Unternehmens- und Beschäftigtenvertretern in der Initiative für Beschäftigung OWL e. V. im Frühjahr 2007 vorgelegt.
Bielefeld, im Mai 2007
Ansprechpartner:
Volker Wilde , Stadtwerke Bielefeld GmbH
Mehr zum Modell fgA
In der Projektgruppe haben mitgewirkt:
Corinna Kampe, Bertelsmann AG - arvato, Volker Wilde, Stadtwerke Bielefeld GmbH, Jürgen Neumann, ehemals Stadtwerke Bielefeld GmbH, Peter Krüger, ehemals Betriebsratsvorsitzender Miele & Cie. KG, Ralph Kühn, Böllhoff KG, Frank Knuth, Dr. Oetker KG, Joachim Owczarek Dr. Oetker KG, Martina Helmcke, Initiative für Beschäftigung OWL e. V. und Bertelsmann Stiftung, Hans-Jürgen Kröger, ehemals Sparkasse Bielefeld, Gertrud Breuker , Initiative für Beschäftigung OWL e. V.