„IQ um 9“ am 14. April 2026: „Fachkräftesicherung in Ostwestfalen-Lippe“ – Strategien gegen Fachkräftemangel in der Region

Wie sichert die Region Ostwestfalen-Lippe ihren Fachkräftebedarf? Beim zweiten „IQ um 9″ am 14. April 2026 gab Fabian Deitermann von der Agentur für Arbeit einen klaren Einblick in die Arbeitsmarktlage der Region – und zeigte, welche Strategien bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte helfen können.

Am 14. April 2026 fand die zweite Ausgabe der Veranstaltungsreihe „IQ um 9″ in der Förderphase 2026–2028 des Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung statt. Das Regionale Integrationsnetzwerk für internationale Arbeitskräfte (RINIA) IQ NRW-Ost setzte damit die erfolgreiche Informationsreihe fort und richtete den Fokus auf die Fachkräftesituation in der Region Ostwestfalen-Lippe.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Region OWL dem wachsenden Fachkräftemangel begegnen kann. Die Region Ostwestfalen-Lippe mit ihren rund 2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist geprägt von einer vielfältigen Wirtschaftsstruktur. Branchen wie Maschinenbau, Möbelindustrie, Baugewerbe, Pharmazie, Lebensmittelproduktion und Elektrotechnik bilden das wirtschaftliche Rückgrat der Region. Gleichzeitig stehen diese Branchen vor der Herausforderung, qualifizierte Fachkräfte zu finden und zu binden.

Als Referent konnte Herr Fabian Deitermann, Mitarbeiter im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit, gewonnen werden. In seiner Funktion berät und unterstützt er Betriebe und Unternehmen rund um das Thema Arbeit. In seinem Vortrag stellte er die aktuelle Arbeitsmarktsituation in OWL vor und zeigte auf, in welchen Bereichen der Fachkräftemangel besonders ausgeprägt ist. Besonders kritisch ist die Lage in den Bereichen Ingenieurwesen, IT, Pflege, Elektrotechnik und Mechanik. Die demografische Entwicklung verschärft die Situation zusätzlich: Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2030 in Nordrhein-Westfalen ein Fachkräftedefizit von rund 400.000 Personen entstehen könnte.

Herr Deitermann stellte verschiedene Lösungsansätze vor, darunter die gezielte Anwerbung internationaler Fachkräfte, die Qualifizierung von Arbeitskräften vor Ort sowie Maßnahmen zur besseren Integration bereits zugewanderter Menschen in den Arbeitsmarkt. Ein besonderer Fokus lag auf den Möglichkeiten der Fachkräftegewinnung und den rechtlichen Rahmenbedingungen der Fachkräfteeinwanderung.

Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit zum Austausch und diskutierten über praktische Herausforderungen in der Fachkräftegewinnung und -integration. Deutlich wurde: Die Sicherung des Fachkräftebedarfs erfordert ein Zusammenspiel verschiedener Akteure aus Wirtschaft, Arbeitsmarktförderung, Bildung und Integrationsnetzwerken.

Die nächste Ausgabe von „IQ um 9″ findet am 05. Mai 2026 statt und widmet sich dem Thema „Das Regionale Integrationsnetzwerk für internationale Arbeitskräfte IQ NRW-Ost: Die Partner stellen ihre Vorhaben vor”. Die vier Projektträger aus Ostwestfalen-Lippe präsentieren ihre Qualifizierungs- und Begleitangebote für Menschen ausländischer Herkunft.

Weitere Termine der Reihe bis zur Jahresmitte:

02. Juni 2026

07. Juli 2026

Die konkreten Themen werden zeitnah bekanntgegeben.

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